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Jahreskolloquium des Bayerischen Wissenschaftsforums Urbanität und ländliche Räume – Projekte der bayerischen Hochschulen und Universitäten

© Tina Berning

15. September 2022, TH Deggendorf


Programm

Ab 10 Uhr

Registrierung, Kaffee, Poster BayWISS im Foyer

--- Teil 1 ---

11:00 Uhr

Musikalischer Auftakt (Audimax)
Big Band des Robert-Koch-Gymnasiums Deggendorf
, Leitung Margit Kink


BEGRÜSSUNG

Prof. Dr. Peter Sperber, Präsident TH Deggendorf:
„Technologie Campus THD – ein einzigartiges Konzept“

Prof. Dr. Kai Fischbach,
Präsident Universität Bamberg und Vorsitzender des Lenkungsrats des Bayerischen Wissenschaftsforums – BayWISS
„Entwicklung BayWISS“


VIDEOGRUSSWORT

Markus Blume
Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, MdL


12:00 Uhr
KEYNOTE SPEECH

„Bedeutung von Universitäten und Hochschulen für die regionale Entwicklung“
Prof. Dr. Johannes Glückler,
Professor für Wirtschafts- und Sozialgeographie und Fellow des Marsilius Kollegs an der Universität Heidelberg

Prof. Johannes Glückler

Professor für Wirtschafts- und Sozialgeographie, Senatsmitglied und Dekan der Fakultät für Chemie und Geowissenschaften sowie Fellow des Marsilius Kollegs an der Universität Heidelberg.

Sein Forschungsinteresse richtet sich auf die sozialen Bedingungen und Mechanismen von Innovation und wirtschaftlichem Wandel sowie deren Beziehung zu Standort und Raum. Im Rahmen einer relationalen Perspektive konzentrieren sich seine Forschungsarbeiten auf die Netzwerke, Institutionen und Governance von Innovationsprozessen innerhalb und zwischen Regionen und Organisationen. Darüber hinaus trägt er mit regionalökonomischen Wirkungsanalysen zum besseren Verständnis der wirtschaftlichen Bedeutung von kulturellen und Bildungseinrichtungen bei.

Nach dem Studium der Geographie, Psychologie und Soziologie an den Universitäten Würzburg, Salamanca und der London School of Economics sowie der Promotion an der Universität Frankfurt war er zuvor Professor für Wirtschaftsgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Zuletzt war er Distinguished Harris Visiting Professor am Dartmouth College, USA. Er gehört dem wissenschaftlichen Beirat verschiedener internationaler Zeitschriften, ist Sprecher des wissenschaftlichen Beirats des Leibniz Instituts für raumbezogene Sozialforschung und dient der Schader Stiftung als Kooperationspartner für soziale Netzwerkforschung.

Johannes Glückler ist Gründungsmitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Netzwerkforschung (DGNet). Neben der Grundlagenforschung berät er die OECD, Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden sowie Wirtschaftsverbände, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen. Er lehrt Wirtschaftsgeographie und Forschungsmethoden und ist Mitbegründer eines Master of Governance of Risks and Resources am Heidelberg Center for Latin America in Santiago de Chile.


12.30 Uhr
PODIUMSDISKUSSION

Moderation:

Peter Kujath
Bayerischer Rundfunk


13:30 Uhr
ABSCHLUSS

Anschließend Empfang mit Buffet

--- Teil 2 – Seminarräume ---


14:30 Uhr
WORKSHOPS

Urbanität und ländliche Räume – 
Projekte der bayerischen Hochschulen und Universitäten


WORKSHOP 1

Regionalförderung durch die EU in Bayern

Janos Schmied

EU Kommission DG REGIO – F2

Janos Schmied hat einen akademischen Hintergrund in Wirtschaftswissenschaften und arbeitet seit 2007 bei der Europäischen Kommission. Zu seinen Schwerpunktbereichen gehören die europäische KMU-, Innovations- und Regionalpolitik.  Seit März 2021 betreut Herr Schmied neben dem EFRE-ESF-Multifondsprogramm in Niedersachsen auch das bayerische EFRE-Programm.

Zwischen 2017 und 2021 hat er gemeinsam mit der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission an der Umsetzung des Horizon 2020-Arbeitsprogramms ‘Innovation in KMU’ mitgewirkt. Gleichzeitig war er auch für das deutsche Netzwerk der ‘Enterprise Europe Network’-Konsortien zuständig, an deren Aufstellung er im Jahre 2008 eine aktive Rolle spielte.

Im Bereich Kommunikation hat Herr Schmied zwischen 2010 und 2012 die Neugestaltung des Portals ‘Your Europe’ begleitet, das nun als einheitliches digitales Zugangstor zur Verwaltung in der EU dient.

Bernhard Klein

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Bernhard Klein ist Jurist und seit 2006 in der Bayerischen Staatsverwaltung tätig. Nach Stationen beim Bundeswirtschaftsministerium in Berlin und an der Vertretung des Freistaats Bayern bei der Europäischen Union in Brüssel ist er seit 2014 Leiter der Verwaltungsbehörde für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Bayern. Dort verantwortet er die Programmaufstellung, das Programm-Management sowie das Verwaltungs- und Kontrollsystem für die bayerische EFRE-Förderung. Am 1. Juni 2022 hat die Europäische Kommission das neue Programm der Förderperiode 2021 – 2027 offiziell genehmigt. Die Zuständigkeit seines Referats erstreckt sich auch auf die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).


WORKSHOP 2

Nachhaltige Regionalentwicklung und digitale Partizipation – das „PUBinPLAN“ Projekt

Mitbestimmung und Partizipation nehmen in unserer Gesellschaft einen immer größeren Raum ein, werden aber gleichzeitig durch die digitale Medienlandschaft, Kommunikation und Informationsfülle neu herausgefordert. Der Workshop zeigt anhand der digitalen Eigenentwicklung PUBinPLAN. Wege auf, wie sich analoge und digitale Beteiligung innovativ verbinden lässt. Die Teilnehmer*innen dürfen in einem kleinen praktischen Teil die PUBinPLAN-Applikation selbst ausprobieren. Der Fokus richtet sich hierbei auf Stadtentwicklung und zeigt beispielhaft Synergien zu lokalen Projekten wie etwa dem Integrierten digitalen Entwicklungskonzept (IDEK, Smart City) Deggendorf-Plattling auf. 

Prof. Dr. Roland Zink

TH Deggendorf, BayWISS-Verbundkolleg Life Sciences und Grüne Technologien

Teamleitung der Forschungsgruppe Geoinformatik am Technologie Campus Freyung


WORKSHOP 3

Digitale Gründer auf dem Land – Herausforderungen und Ideen

Digitale regionale Entwicklung (DiReGent) so der Titel eines kooperativen Regionalmanagementprojektes! Der Workshop soll der Frage nachgehen, wie man vor allem digitale StartUps für Herausforderungen der ländlichen und kommunalen Entwicklung gewinnen kann. Mögliche Testmärkte für StartUps sind nicht unbedingt immer die Verdichtungsräume. Der Workshop soll in eine vertiefte Diskussion und Evaluation der Skalierbarkeit und Marktfähigkeit von digitalen Geschäftsmodellen im ländlichen Raum einsteigen.

Prof. Dr. Wolfgang Dorner

TH Deggendorf, BayWISS-Verbundkolleg Ökonomie

Seit 2009 ist Wolfgang Dorner Professor für Informatik räumlicher Systeme und leitet seit 2012 den Technologie Campus Freyung der Technischen Hochschule Deggendorf und das dort angesiedelte Institut für Angewandte Informatik. Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit sind räumlich-zeitliche Modelle u.a. in der Modellierung von Energiesystemen und der Mobilität. Eine bedeutende Rolle spielt auch der Technologietransfer, insbesondere die Zusammenarbeit mit Startups. Als Mentor betreut er mehrere Gründerteams am Startup Campus der TH Deggendorf und ist stellvertretender Vorsitzender des Grenzüberschreitenden Gründerzentrums Freyung.

Prof. Dr. Markus Lemberger

Regionalmanager Landkreis Cham

Prof. Dr. Markus Lemberger ist Regionalmanager im Landkreis Cham und Sprecher des Bayerischen Regionalmanagements im Rahmen des Kompetenznetzwerkes Bayern regional e. V. Seit 2011 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre und Regionalmanagement sowie Studiengangsleiter für den Master Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning (München). Kern seiner Tätigkeit sind vor allem Innovationsprojekte in unterschiedlichsten Bereichen der Regionalentwicklung. Insbesondere auf Basis der Plattformökonomie versucht er, informationsökonomische Synergien in digitalen Projekten zu heben. Er begleitet im Rahmen seiner Tätigkeit als Regionalentwickler viele themenübergreifende Innovations- und Förderprojekte auf EU, Bundes- und Landesebene. Im wissenschaftlichen Kontext ist er Mitglied der ARL Landesarbeitsgruppe Bayern (Leibnizgesellschaft).


WORKSHOP 4

Verhältnis von Stadt und Land in den Selbstbeschreibungen der Menschen vor Ort

Stadt und Land sind wichtige raumbezogene Orientierungspfeiler, auf die wir im Alltag oft und auch unreflektiert zurückgreifen. In dem Workshop soll genauer auf die Bedeutsamkeit der beiden Kategorien für die Bildung von lokalen Identitäten geblickt werden. Welche Rolle spielt die Abgrenzung beider voneinander etwa in ländlichen Gemeinden? Welche Verbindungen zwischen den beiden Räumen werden gesehen oder vermieden zu sehen. Die Fragen sollen mit Ergebnissen aus einem aktuellen Forschungsprojekt zu kultureller Bildung in ländlichen Räumen beantwortet werden, um auch anwendungsorientierte Aussagen zu Identitätsbildungsprozessen in ländlichen Regionen treffen zu können.    

Prof. Dr. Marc Redepenning

Universität Bamberg 

Prof. Dr. Marc Redepenning hat seit Juni 2012 den Lehrstuhl für Geographie I (Kulturgeographie mit Schwerpunkten in der Sozial- und Bevölkerungsgeographie). Zuvor habilitierte er sich im Fach Geographie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wurde an der Universität Leipzig 2004 promoviert.

Marc Redepenning ist seit 2015 Studiendekan der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er ist Mitglied in diversen Gremien zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Bildung auf lokaler und regionaler Ebene. In Kooperation mit dem Basis-Institut für soziale Planung erarbeitet er quartierbezogene Konzepte zur Verbesserung der Lebenswelten von Menschen in Stadt und Land.

Seine Forschungsinteressen umfassen unter anderen die Beziehungen zwischen Stadt und Land in der Moderne (und in Zukunft), Raumbezogene Selbstbeschreibungen (Raumsemantiken) in modernen Gesellschaften, Fragen des Verhältnisses von lokaler Kultur und lokaler Identität sowie Raumbezogene Gerechtigkeit und partizipative lokale Entwicklung. Diesen Schwerpunkten geht er in Kooperation interdisziplinären Forscher_innen sowie mit Akteuren der Praxis in zahlreilchen Drittmittelprojekten nach.


WORKSHOP 5

Ortsentwicklung und Gesellschaft: Mein Garten – Ihre Baulücke?

Hier geht es um Flächenverbrauch, Wohnraumbedarf und eine nachhaltige Siedlungsentwicklung im ländlichen Raum. Mit dem Ziel einer Nachverdichtung, um weniger Fläche in Anspruch zu nehmen, wird oft über die "Aktivierung" von Baulücken gesprochen. Aber der Ausdruck verschleiert, dass die kulturellen und sozialen Aspekte des Besitzes von Wohneigentum eine enorme Rolle spielen (z.B. bei „Enkelgrundstücken“). Wir werden mit den ersten Ergebnissen aus unserer Studie an der HSWT arbeiten und mit unseren eigenen Einstellungen zum Thema Wohneigentum vergleichen. Darüber hinaus überlegen wir, wie man die Bevölkerung sensibilisieren und diese Komplexität am besten vermitteln kann.

Prof. Dr. Jennifer Gerend

HAW Weihenstephan-Triesdorf

Prof. Dr. Jennifer Gerend ist seit 2019 Professorin für Regionalmanagement und Sozialwissenschaftliche Methoden an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und lehrt u.a. Räumliche Planung und Entwicklung, Landnutzung und Ressourcenmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Regionalentwicklung, des Flächenverbrauchs und der Innenentwicklung in kleinen und mittelgroßen Kommunen.

Marina Beck, M.A.

HAW Weihenstephan-Triesdorf

Marina Beck (B.A. Kulturwirt, M.A. Politikwissenschaft) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Masterstudiengang Regionalmanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Dort beschäftigt sie sich im Rahmen des Forschungsprojekts "Die sozialen Aspekte von Baulücken", das vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert wird, mit der Frage nach den gesellschaftlichen Gründen für ungenutzte Baugrundstücke.


WORKSHOP 6

Land einfach mehrfach nutzen

Wie lässt sich die räumliche Trennung der „Produktion“ von Nahrung, Biodiversität, Energie und sozialem Freiraum überwinden? Welche technischen, rechtlichen und kulturellen Innovationen könnten dazu führen, dass wir mit der zunehmend knapper werdenden Ressource Fläche auch in Bayern intelligent umgehen? Im Workshop sollen beispielhaft konkrete Zukunftsbilder gemischter Landnutzungen entworfen und diskutiert werden, welche institutionellen Veränderungen für ihre Umsetzung notwendig wären.

 

Prof. Dr. Sören Schöbel

TU München

Sören Schöbel ist Doktor der Ingenieurwissenschaften und Landschaftsarchitekt. Seit 2005 leitet er die Professur für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume (LAREG) an der TU München. Die Professur erforscht das konzeptionelle, gestaltgebende Entwerfen von Freiraum und Landschaft als Strukturgeber für neue urbane und rurale Lebenswelten in vier Perspektiven: Erneuerung von Land und Kulturlandschaft, Revitalisierung der europäischen Stadt, Qualifizierung des suburbanen Raums und Integration neuer Landnutzungen und Infrastrukturen. Dabei interessiert besonders, wie sich gewachsene Strukturen von Kulturlandschaften und Stadträumen freilegen, schützen und neu interpretieren lassen, um Landschaft und Freiraum als Strukturgeber und als Prinzip räumlichen Zusammenhangs in den laufenden Transformationsprozessen zu nutzen. Die LAREG befasst sich sowohl mit prominenten Konfliktfeldern, wie Windenergie- und Solaranlagen oder dem Flächenverbrauch – wie auch mit eher unscheinbaren, aber ebenso bedeutenden Problemen und Potenzialen, wie Proportionen von Infrastrukturen in der Landschaft, Begegnungsorten ländlicher Partialkulturen, einem Recht auf Landschaft und der öffentlichen Sphäre in suburbanen Räumen.

In der Praxis ist Prof. Schöbel als sachverständiger Gutachter zu städtebaulichen und landschaftsästhetischen Fragen des Denkmalschutzes, insbesondere im Zusammenhang mit Wind- und Solaranlagen, tätig.

Prof. Schöbel ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), der Akademie Ländlicher Räume Bayern (ALR) und im Wissenschaftlichen Kuratorium der ALR sowie von WindForS - Windenergie Forschungscluster Süddeutschland. Zuletzt wirkte er außerdem in der AG Klimagerechter Ausbau von Photovoltaik und Windenergie im Akademieprojekt Energiesysteme der Zukunft ESYS, der AG Nachhaltige Flächennutzung durch Raum- und Umweltplanung der ARL LAG Bayern und der Initiative "Wege zu einem besseren LEP für Bayern" mit.


WORKSHOP 7

Krisenmanagement und Resilienzförderung in der bayerischen Tourismusbranche während der Pandemie – Handlungsempfehlungen für den Tourismus in urbanen und ländlichen Räumen

Prof. Dr. Celine Chang

HAW München

Prof. Dr. Celine Chang, Diplom-Psychologin, ist seit 2012 Professorin für Human Resources Management an der Hochschule München, Fakultät für Tourismus. Ihre Themenschwerpunkte in Forschung und Lehre sind New Work, strategisches Human-Resources-Management, Leadership und Fachkräftesicherung im Tourismus. Sie ist Mitglied der HTA-Forschungsgruppe „New Work“ der Hochschule München, die neue Arbeitswelten und die dafür notwendigen Managementanforderungen und -kompetenzen im Dienstleistungssektor untersucht. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Wissenschaftsbeirat des Bayerischen Zentrums für Tourismus sowie langjähriges Jurymitglied des Hospitality HR Award.
 
Im Rahmen des Drittmittelprojekts „COVID-19 und die bayerische Tourismusbranche - Krisenmanagement, Resilienzfaktoren und Handlungsempfehlungen“  untersucht Prof. Chang den Zusammenhang zwischen HR-Management in der Krise und der individuellen und organisationalen Resilienz sowie dem organisationalen Commitment. Ziel ist die Entwicklung von Handlungsempfehlungen, wie sich Arbeitgeber in Krisenzeiten besser aufstellen können, um auch langfristig Fachkräfte zu sichern.
 
Prof. Chang war vor ihrer Berufung im Personalbereich und im HR-Consulting einer internationalen Unternehmensberatung tätig. Sie berät und begleitet Unternehmer und Führungskräfte verschiedener Branchen als systemische Organisationsentwicklerin und Coach.

Prof. Dr. Markus Pillmayer

HAW München

2013 Promotion am Lehrstuhl für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten internationalen Forschungsprojekts im Nahen Osten.

2017 Berufung auf die Professur für International Destination Management an der Technischen Hochschule Deggendorf (European Campus).

2019 Berufung auf die Professur für Destinationsmanagement und Destinationsentwicklung an der Fakultät für Tourismus der Hochschule München University of Applied Sciences.

Mitglied im Arbeitskreis Tourismusforschung (AK-TF) in der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG); Mitglied der International Geographical Union (IGU) Commission of the Geography of Tourism und der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft e.V. (DGT). In letzterer seit 2018 Mitglied des Vorstandes, u.a. zuständig für die Ressorts Forschung und akademische Nachwuchsförderung.

Forschungsschwerpunkte: Internationalisierung, insbesondere im arabischen Raum; tourismusgeographische Regional- und Standortforschung; Tourismuspolitik, Gesundheit und Nachhaltigkeit.


WORKSHOP 8

Energiewende als Chance für ein neues Verhältnis zwischen Stadt und Land

Die vollständige Umstellung der Energieversorgung auf die Nutzung erneuerbarer Energiequellen in kurzer Zeit ist eine der zentralen Herausforderungen, um die Auswirkungen der Klimakrise in verträglichen Grenzen zu halten. Erneuerbare Energiequellen werden in dezentralen Anlagen umgewandelt. Damit wird die Energieversorgung einerseits neu strukturiert. Andererseits sind es die ländlichen Räume, die die Potenzialflächen bereithalten für die Nutzung von Windkraft, Solarenergie und Biomasse und damit den Energiebedarf der Städte und der industriellen Zentren stillen können. Mit der Energiewende ist eine Neubestimmung des Verhältnisses zwischen Stadt und Land möglich. Im Workshop sollen die Chancen und Voraussetzungen diskutiert werden, wie die Energiewende auch zu einer nachhaltigen Aufwertung ländlicher Räume genutzt werden kann.

Prof. Dr. Manfred Miosga

Universität Bayreuth und Präsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum

Prof. Dr. Manfred Miosga leitet seit 2008 die Professur für Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Bayreuth. Sein Forschungsschwerpunkt ist der Beitrag, den Kommunen, Städte und Regionen leisten können, um die "Große Transformation" zur Nachhaltigkeit zu gestalten. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf ländlichen Räumen und den Instrumenten der Ländlichen Entwicklung und Ansätzen für eine resiliente Entwicklung. Dabei spielt die dezentrale Gestaltung der Energiewende eine zentrale Rolle.

Zudem initiiert und leitet Prof. Miosga Reallabore zum Aufbau von Transformationsplattformen in Nordbayern - das sog. forum1.5 -   mit dem Ziel, Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und lokaler Politik zusammenzubringen, um vor Ort auf die Einhaltung des 1,5 Grad Ziels des Pariser Klimaabkommens hin zu wirken. Das dahinter stehende Forschungsprojekt RegioTransform wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz gefördert. 

Prof. Dr. Manfred Miosga ist seit 2019 Präsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum e.V. und Mitglied der Akademie für Raumentwicklung in der Leibnitz Gesellschaft ARL mit Sitz in Hannover.


16 Uhr

Präsentation der Workshop-Ergebnisse im Plenum moderiert von Peter Kujath

Verleihung des BayWISS-Preises 2022 durch den Vorsitzenden des Lenkungsrats,
Prof. Dr. Kai Fischbach


17 Uhr

Ende der Veranstaltung