Der "BayWISS-Preis 2025 für eine herausragende oder zukunftsweisende Forschungsleistung im jeweiligen Wissenschaftsbereich" wurde im feierlichen Rahmen des Jahreskolloquiums an der Hochschule Kempten vom Vorsitzenden des BayWISS- Lenkungsrats, Prof. Gordon T. Rohrmair, an die folgenden drei Preisträger verliehen: Herrn Alexander Bartsch, Herrn Dong Wang und Herrn Jonas Ammeling.
Für den dritten Platz konnte sich Jonas Ammeling aus dem Verbundkolleg Gesundheit qualifizieren.
Seine Promotion trägt den Titel: „Künstliche Intelligenz in der Pathologie: Potenziale für Präzision, Effizienz und Zusammenarbeit“
Jonas Ammeling kam mit einem Master in „Statistics and Data Science“ der Universiteit Leiden 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an die TH Ingolstadt. Betreut wird seine Promotion von Frau Prof. Katharina Breininger, die damals an der FAU forschte und Herrn Prof. Marc Aubreville, der an der THI tätig war. Mittlerweile sind Frau Breiniger an die Uni Würzburg und Herr Aubreville an die HS Flensburg gewechselt – Herr Ammeling aber ist weiterhin an der THI und bei BayWISS!
Auf dem zweiten Platz folgt Herr Dong Wang, aus Henan (VR China), der im Verbundkolleg Digitalisierung zum Thema„Infradar-SLAM: Light-Weight Indoor 3D SLAM Based on Infrared- and Radar-Fusion “ promoviert wird.
Nach einem Bachelor in Mechatronik der Tongji Universität, wechselte Herr Wang an die FAU nach Erlangen, um sein Studium dort weiter zu führen und mit dem Master zu beenden. Seit Januar 2023 ist er Doktorand bei Prof. Andreas Nüchter an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Promotion wird außerdem von Prof. Stefan May von der TH Nürnberg betreut.
Herr Wong beschreibt seine Forschung wie folgt: „Autonome Systeme, die in der Lage sind, unter anspruchsvollsten Bedingungen sicher und effizient zu agieren, eröffnen völlig neue Anwendungsmöglichkeiten in Bereichen wie Rettungseinsätzen, industrieller Automatisierung, autonomem Verkehr und Katastrophenschutz. Die entwickelte Technologie ermöglicht es, Roboter auch in Situationen einzusetzen, in denen traditionelle Methoden scheitern würden, beispielsweise in verrauchten oder staubigen Umgebungen nach Erdbeben oder bei Rettungseinsätzen in komplexen, unübersichtlichen Industrieanlagen.“
Der erste Platz geht an Alexander Bartsch, ebenfalls aus dem Verbundkolleg Gesundheit. Seine Promotion trägt den Titel: „Apnea Treat. Ein neuartiges Implantat zur Behandlung obstruktiver Schlafapnoe“.
Alexander Bartsch absolvierte zunächst eine Lehre als Mechatroniker bei der Firma Trumpf GmbH, holte als Geselle seine Fachhochschulreife nach und ging anschließend an die Hochschule Kempten für den Bachelor. Den Master in Medical Devices erhielt er von der TH Ulm, von dort wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter zu Prof. Schratzenstaller an die OTH Regensburg, von dem er seit drei Jahren, gemeinsam mit der Universität Regensburg, bei seiner Promotion betreut wird.
Alexander Bartschs Interesse an dieser weitverbreiteten chronischen Erkrankung – fast eine Milliarde Menschen leiden darunter! - wurde durch Gespräche mit Betroffenen geweckt. Er begann daher ein „minimalinvasives, passives Weichgewebe–Implantat zur Stabilisierung der oberen Atemwege während des Schlafs“ zu entwickeln, das ein Zurückfallen der Zunge in den Rachenraum verhindert. Sein - patentgeschütztes – Implantat „ApneaTreat“ bietet, so berichtet Herr Bartsch: „eine wartungsfreie, energieunabhängige Lösung, deren Implantation in einem kurzen möglicherweise sogar ambulanten Eingriff erfolgen kann – mit minimalen Folgekosten. Durch günstige Produktionsmöglichkeiten ist eine Skalierung auch für Gesundheitssystem mit begrenztem Budget denkbar.“
