Johannes Maier gewinnt BayWISS-Preis für das beste wissenschaftliche Poster

Mit dem im Hintergrund sichtbaren Poster zu seinem VR-basierten Trainingssystem für minimal-invasive Knochenbohrungen an der Hand gewann Johannes Maier, OTH Regensburg (links) den BayWISS-Preis für das beste wissenschaftliche Poster. (Foto: Stegmann)

Regensburg/ München. Im Rahmen des Jahreskolloquiums des Bayerischen Wissenschaftsforums – BayWISS 2019 an der OTH Regensburg wurde erstmalig der BayWISS-Poster-Preis verliehen: Die Preise für die drei besten wissenschaftlichen Poster gingen an Johannes Maier (OTH Regensburg/ Universität Regensburg) vom BayWISS-Verbundkolleg Gesundheit (1. Preis), Peter Schwanzer (OTH Regensburg/ TU München) vom BayWISS-Verbundkolleg Mobilität und Verkehr (2. Preis) und Andreas Fraundorfer (HAW München/ TU München) vom BayWISS-Verbundkolleg Infrastruktur, Bauen und Urbanisierung (3. Preis).

Von den aktuell rund 130 BayWISS-Promovierenden hatten sich 35 für den BayWISS-Poster-Preis 2019 beworben – keine leichte Wahl für die Jury, die aus Mitgliedern des BayWISS-Lenkungsrats bestand: Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der HAW Augsburg, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller, Vizepräsident der TU München, Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth und Prof. Dr. Walter Schober, Präsident der TH Ingolstadt.

„Wir waren beeindruckt von der hohen Qualität der wissenschaftlichen Poster der Promovierenden. Unsere Kriterien waren eine klare Forschungshypothese und deutliche Zukunftsrelevanz, klar formulierter Inhalt und präzise wissenschaftliche Aussagen sowie eine hochwertige Präsentation und klares Design“, erläuterte Präsident Rohrmair, der Vorsitzende des BayWISS-Lenkungsrats bei der Verleihung und beglückwünschte die drei Gewinner. Er dankte besonders den beiden Hochschulverbünden Universität Bayern e.V. und Hochschule Bayern e.V. für die gemeinsame Stiftung der Preisgelder von 150, 100 und 50 Euro für die Plätze eins bis drei: „BayWISS als Kooperationsplattform für alle bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften wächst und gedeiht – und das liegt nicht zuletzt an der Aufgeschlossenheit und tollen Zusammenarbeiten mit den beiden Verbünden und ihren Vorsitzenden Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel für Uni Bayern e.V. und Prof. Dr. Uta Feser für Hochschule Bayern e.V.“

Weitere Informationen zu den Promotionsprojekten der drei Gewinner:

Details zum 1. Preis:
Im Projekt HaptiVisT von Johannes Maier wird ein haptisch unterstütztes und VR-basiertes Trainingssystem für minimal-invasive Knochenbohrungen an der Hand realisiert. Aufgrund der geringeren, teuren und zeitaufwendigen Trainingsmethoden soll es vor allem jungen Chirurgen möglich sein, am Trainingssystem ihre Fähigkeiten vor einer Operation zu erlernen und zu verbessern. Das Promotionsprojekt wird an der OTH Regensburg und der Universität Regensburg betreut.

Details zum 2. Preis:
Peter Schwanzer, OTH Regensburg, führt in seinem Promotionsprojekt experimentelle Untersuchungen durch zur Diagnose von Partikelfiltern für Fahrzeuge mit direkteinspritzendem Benzinmotor. Durch die Einführung von direkteinspritzenden Benzinmotoren hat sich die Partikelanzahl u. Masse deutlich erhöht. Um die auszustoßende Partikelmasse u. Anzahl wiederum auf ein Minimum zu reduzieren, werden zuletzt immer mehr Fahrzeuge mit einem Partikelfilter ausgestattet. Bisher ist für diese Fahrzeuge keine On-Board-Diagnose des Partikelfilters im Gesetz verankert. Hierbei gilt es mit Hilfe dieser Untersuchungen herauszufinden, welches Sensor-Prinzip am besten dafür geeignet ist. Das Promotionsprojekt wird an der OTH Regensburg und der TU München betreut.

Details zum 3. Preis:
In dem Promotionsvorhaben von Andreas Fraundorfer geht es um die Veränderung des Eigenkorrosionsanteils von Stahlbewehrung in durch Tausalzechloridbelasteten Beton, wenn der Beton über die Zeit trockener wird. Bei Installation von Korrosionsmonitoringsystemen am Bauwerk kann durch die Veränderung des Eigenkorrosionsanteils ein Messfehler entstehen, der zu einer Fehlinterpretation des realen Materialabtrags am Stahl führt. Das Promotionsprojekt wird an der HAW München und der TU München betreut.